Tja, lange nix geblogt...hatten halt keine Zeit...aber hier was für zwischendurch:
Big Tour 2015 from Rudi on Vimeo.
Montag, 11. April 2016
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Die mörderischeste Tour der Big Tour
8.9.2015
Fransfontainberge
Tropf,
tropf, pling, pling.
Es ist 7:00 Uhr und draußen sind nur 6°C. Wieder dieses
Kondenswasser, tropf, tropf, pling, pling.
Ich versuche daran zu denken morgen einen Lappen mit in das
Zelt zu nehmen. Aber mit 50 ist das ein Problem.
Heute steht Kunst und Kultur auf dem Programm, Twyfelfontain und
seine berühmten Felsgravuren. Es sollen die ältesten der Welt sein. Ca. 6000
Jahre alt.
Sie wurden von den
damaligen Menschen dort eingeritzt um anderen mitzuteilen wo es Wasser oder
Tiere zum Jagen gibt. So in etwa der Vorläufer von Google-Maps.
Nach den allmorgenlichen Spiegeleiern mit Speck machen wir
uns auf den Weg durch das Damaraland. Auch eine der vielen Völkergruppen in
Namibia. Gravelroad, Wellblechpiste.
Unterwegs kommen wir an einem lebenden Museum vorbei.
Vollbremsung!
Hier wurde ein Damaradorf aufgebaut, in dem man versucht dem
stupid german tourist die Kultur der Damaras Nahe zu bringen.
Freudig werden wir von einem jungen Mann und einem Kleinkind
begrüßt.
Bei dem Anblick des Kleinen schießt bei Heike die
Muttermilch ein. Unter Androhung einer Taschenkontrolle gehen wir hinein.
Nach Bezahlung eines Eintritts von ca. 6€/Nase bekommen anschaulich das gemeinsame Leben
erklärt. Vom Schamanen, bis hin zum Häuptling. Jeder in dem Dorf hat eine
sinnvolle Rolle. Sei es das Anfertigen von Schmuck, oder Werkzeug oder das
Anmachen des Feuers. Alles wurde uns genauestens gezeigt.
Auch mir wurde eine Taschenkontrolle angedroht, denn nicht
nur der Kleine war für Heike was Besonderes sondern mir hatte es der junge Kerl
der für das Feuer zuständig war angetan.
Wat fürn Läckerschen.
Alle trugen Lendenschurz, die Frauen waren obenherum etwas
bedeckt. Die Körper glänzen in der Sonne. Die Haare werden eher kurz gehalten.
Nun sollten wir uns setzen. Sie begannen zu singen und zu
tanzen. Ein Lied über das Dasein der Frau, ein Lied von dem Jungen der zum Mann
wird und eine Mutprobe bestehen muß.
Ich bekomme einen Seitenhieb, mit der Bemerkung das Sabbern
zu unterbinden.
Ja, was denn. Andere träumen von Torten.
Artig bedanken wir uns für das tolle Entertainment. Zum Abschied
schenken wir dem Kleinen noch eine Schlange aus Holz.
Diese war aus einem Survivel-Paket das meine Schwester Anja
und ihr Mann Heiko uns allen gepackt hatten. Dieses sollten wir am ersten Abend
auspacken um für alle Fälle gewappnet zu sein. Der Inhalt: Deo, Pflaster, Sonnencreme,
Mückensoforthilfe, Tee, Süßstoff, und und und. Und diese Holzschlange, falls
wir keine Echte zu sehen bekämen.
Jetzt drückte ich sie dem Kleinen in die Hand. ( Los sagt es
… Typisch Bine) Respektvoll nimmt er sie und zeigt sie seiner Mutter. Die
bekommt nen hysterischen Anfall, der Kleine fängt an zu heulen. Na Klasse.
Wir beruhigen.
Anschließend dürfen wir noch Souvenirs kaufen, was wir
natürlich auch tun.
Als wir in die Autos steigen sehen wir noch aus den
Augenwinkeln, wie die Mutter die Schlange virtuell zum Nachbau auseinandernimmt
und in Gedanken schon die Dollar zählt.
Na also, hatte das Ding also seinen Zweck erfüllt.
Es ist Mittag als wir bei 36°C an den Felsenmalereien
ankommen.
Und was macht der stupid german tourist? Er macht eine 1 ½ stündige
Klettertour durch die Berge.
Aber es hat sich gelohnt. Mit viel Fantasie konnte man die
Figuren erkennen. Für Mütter, die von Ihren Kindern ständig Malereien aus dem
Kindergarten mitgebracht bekommen, ist dies bestimmt ein Leichtes.
Langsam begeben wir uns auf die Gravelroad in Richtung
unseres nächsten CP. Dafür müssen wir über und durch die Berge fahren.
Wir kommen an einem Streckenposten vorbei, Sie fragt uns wo
wir hin wollen.
Zur White Lady in den Brandbergen.
Den Blick kannten Rudi und ich. 2007 hatte man uns schon vor
der Strecke gewarnt und abgeraten.
Diesmal konnten wir jedoch beruhigen, 4 Ersatzräder, genug
Wasser, 2 Autos, Winden und ein Satelitentelefon. Dem hatte die Dame dann auch
nix mehr entgegenzusetzen.
Wir fahren weiter. Rudi ist der Anführerwagen. Kaums ums Eck
wussten wir den Blick der Dame zu deuten. Wir standen vor einer Bodenerhebung
die bestimmt 45° hatte. Wir schlucken. Gaaaassss.
Der Motor heult, es schien fast als würde es der Wagen nicht
schaffen. Er ächzt, er zieht, Milimeter für Milimeter. Ein Aufschrei, wir sind
drüber. Als wir oben sind, fiel mir ein dass man das ja hätte filmen können,
das glaubt uns doch kein Schwein. Zu spät, Fahrzeug 2 ist einfach hinterher.
Wir wühlen uns durch die Berge, ständig wechselt der
Untergrund.
Mal Geröll, mal Felsen. Mal Sand, mal Gras. Hoch, tief,
Schlagloch, Spurrille. Steine, wieder Sand, Danach Tiefsand
Das ist die schwierigste Strecke die wir bis je hatten.
Gegenseitig halten wir über Funk Kontakt.
Wir schleppen uns gerade durch den Tiefsand als Heike
brüllt. STOPP. Rudi macht eine Vollbremsung. Im Tiefsand ein verheerender
Fehler.
Wir versuchen wieder anzufahren, keine Chance. Festgefahren.
Da bleibt nur eins, bei mittlerweile 39°C, Klappspaten raus und buddeln. Aber
erst mal muss das andere Fahrzeug, das noch nicht festsitzt an uns vorbei. Vielleicht
kann er uns ja rausziehen.
Ludger ackert, steckt fest, wir schieben, er kommt frei über
das „Feld“, welches noch unbefestigter
ist, ackert er an uns vorbei.
Er setzt sich vor uns … und… sitzt auch fest. Spätestens
jetzt wissen wir, warum Satelitentelefon und niemals alleine.
Wir schaufeln ihn etwas frei. Todesmutig setzt sich Heike
ans Steuer, wir drei schieben was das Zeug hält. Der Wagen packt und Heike
fährt so lange bis sie festen Boden unter den Rädern hat.
So, jetzt zu dem Sorgenauto. Wir buddeln ihn aus, lassen
fast alle Luft aus den Rädern, befestigen die nächsten Meter der Piste in dem
wir die Spurrillen zu buddeln. Ich betone nochmal: 39°C.
Erneuter Versuch. Der Wagen quält sich, cm für cm kommt er
vorwärts. Wir schieben, brüllen, feuern an. Er greift, droht nochmal sich
wieder einzugraben wir schmeißen alle Kraft die wir haben noch einmal gegen den
Wagen. YES!!! Er packt zieht sich raus und wir 3 fallen erschöpft in den Sand.
Unfuckingfassbar.
Rudi steigt aus, geht auf Ludger zu, zieht seinen Hut und
bedankt sich für Rat und Tat. Er, der Erfahrene hatte verkackt.
Aber wir sind noch nicht durch. Noch 16 Km, von denen wir
noch nicht wissen was da noch kommt.
Es hält sich im
Rahmen, Stein und Geröll, aber wir
müssen vorsichtig sein, wir haben ja nicht so viel Luft in den Reifen. Ludger
ist vorne. Plötzlich ein STOPP. Die Straße war weggebrochen und ging ca. 1Meter
tiefer weiter. Vorsichtig fahren wir den Bruch entlang und erreichen wieder
eine gute alte Gravelroad.
Khorixas und die nackten Himbas
7.9.2015 Khorixas
Tropf,
tropf, pling, pling.
Es ist 7:00 Uhr und draußen sind nur 5°C. Unser Atem schlägt
sich am Zeltdach nieder, es bilden sich kleine Rinnsale Kondenswasser und
tropf, tropf, pling, pling immer ins Gesicht.
Wütend pellen wir uns aus dem Schlafsack, mit dem Resultat,
das wir uns draußen den Allerwertesten abfrieren.
Die Sonne geht auf und wir stellen Tische und Stühle in die
Sonne, na ja, viel hilft es nicht.
Nach dem Frühstück begeben wir uns noch einmal zum
Wasserloch.
Jetzt können wir uns das Konstrukt, das da irgendwelche
komischen Architekten rund um das Wasserloch gesetzt haben mal genauer
anschauen. Eine lange Hängebrücke führt zu einem 2stöckigen Hochsitz direkt an
und über dem Wasserloch. In Tiefpaterre eine Scheibe, die das Auge in Auge mit
den Tieren ermöglichen könnte. Aber da wurde die Rechnung wohl ohne die Tiere
gemacht.
Betritt man die obere Etage, registrieren dies die Viecher
sofort und rennen weg. Also, nicht bewegen, nicht niesen oder ähnliches. Trotz
alledem bekommen wir aber dennoch Kudus, eine Herde Zebras und Giraffen zu
sehen.
Wir verlassen das Camp und drehen noch eine letzte Runde
durch den Etosha-Park. Schauen noch an ein paar Wasserlöchern vorbei und
verlassen den Park in Richtung Zivilisation.
Endlich wieder einkaufen.
Kamanjab ein kleines Dorf mit leider nur geringen
Einkaufsmöglichkeiten aber ein kleines kulturelles Erlebnis haben wir dann doch
noch … eine Himbafrau geht an uns vorbei.
Und werden jetzt einige denken…Die Himbas sind eine
Völkergruppe, die noch am ursprünglichsten lebt…sie hat ein Figürchen, olala,
bekleidet mit einem Lederminiröckchen…sonst nix. Lange Ketten um den Hals
bedecken spärlich ihre Brüste, die Zöpfe ganz nach Himba-Art mit rotem Lehm
zusammengebacken. Um die Fesseln Lederbänder mit Glöckchen. This is Africa.
Und so geht sie in den Laden, zum Einkaufen.
Wir fahren weiter und sehen noch einige von diesen
Stammesfrauen die durch das Dorf schlendern. In Deutschland ein Grund verhaftet
zu werden, hier das natürlichste der Welt. Und in good old Germany regen sich
manche über Kopftücher auf.
Es geht weiter auf einer Gravelroad nach Khorixas, zum Einkaufen
und Übernachten.
Hier opfert sich Ludger bei den Autos zu bleiben, man kann
ja nie wissen.
Wir 3 gehen shoppen und er hat Zeit die Menschen mal
eingehend zu studieren.
Unser CP ist staatlich, das heißt, die DDR lässt grüßen Nett
aber etwas baufällig.
Aber bemüht sauber und bewacht.
G R I L L E N !!! Hurra, so langsam kann ich kein Fleisch
mehr sehen. Aber Knoblauchbrot geht immer.
Wir gestalten noch ein wenig das morgige Programm und gehen
pennen.
Dienstag, 6. Oktober 2015
Halali-Etosha
6.9.2015
Halali-Etosha
4:00 Uhr: klingelt der Wecker. Es ist scheissekalt.
4:30 Uhr: schweigsam begeben wir uns zum Wasserloch. 1
Schakal trinkt gerade am Wasserloch.
5:00 Uhr: der Schakal säuft immer noch und verschwindet.
5:30 Uhr: gähnende Leere am Wasserloch
5:30 Uhr: gähnende Leere am Wasserloch
Frustriert gehen Heike, Rudi und Ludger wieder ins Bett. Ich
koch mir einen Tee und blogge noch ein wenig. Wasche ab und decke den Tisch.
Ich werde die anderen gleich überraschen, denke ich mir und
mache mich auf den Weg um frische Brötchen zu kaufen.
Um 7:30 kriechen alle aus ihren „Federn“ . Gemütlich
genießen wir unsere warmen Getränke und die Brötchen.
Um 9:00 Uhr sind wir wieder auf der Piste durch den Etoshapark.
Wir steuern einige der Wasserlöcher an und sehen viele
Tiere. Wir haben echt Glück.
Plötzlich brülle ich nur noch in das Funkgerät, Löwen, Löwen
, Löwen….
Lange stehen wir dort und beobachten sie. Wie sie sich
räckeln, wie sie kuscheln und käbbeln und…. Wie sie ihre Familienplanung vor
unseren Augen vollziehen. Sehr selten.
Rudi und ich müssen neidlos anerkennen, dass Heike und Ludger
den ganzen Urlaub schon super viel Glück mit ihren Tiersichtungen gehabt haben.
So, nun aber weiter in Richtung des nächsten CP. Dem
Olifanttrus-CP.
Zwischenstopp Okaukuejo Camp. Das Wasserloch besuchen, Souvenirs
anschauen und etwas zu Mittag essen.
Im Laden angekommen kommen wir an der Kühltheke vorbei.
Vollbremsung. Hier gibt es frisches Gamesfleisch. Wir schlagen zu. Heute Abend
soll es die ganze Palette Wildfleisch geben.
Am Wasserloch beobachten wir Oriyx und Giraffen. Plötzlich
fällt uns siedend heiß ein, dass gestern die Uhren umgestellt wurden, und dass
wir schon wieder eine Stunde zu spät dran sind.
Mit 100 km/h der erlaubten 60 rasen wir durch den Park, um noch
pünktlich am Olifantcamp anzukommen.
Hurra, geschafft.
Im Nachhinein, haben wir uns überlegt, draußen stehen lassen
hätten die uns bestimmt nicht.
Das Olifanttrus ist eine alte Elefantenkonservenfabrik für
Elefantenfleisch. Eine Ausstellung verrät wie es in der Kolonialzeit bzw. unter
der Herrschaft der Südafrikaner dazu kam, Elefanten in Dosen zu verpacken. Das Equipment
dazu wird gleichfalls ausgestellt.
Wir grillen unsere Wildplatte. Anschließend gehen wir zu dem
Wasserloch, an dem nix los ist.
Da es sehr kalt ist, beschließen wir ins Bett zu gehen.
Einfahrt in den Ethosha
5.9.2015 Einfahrt in den Ethosha
Es war eine sehr, sehr ruhige Nacht.
Na ja, fast hätten wir 8 Uhr geschafft, aber es gibt immer
mal den einen oder anderen der dann bummelt, und sei es wie heute, dass die
Dusche oder das Klo bis zu Letzt besucht wird.
Etosha, DER Nationalpark, und wir stehen vor dem Tor.
Wir erledigen die uns mittlerweile vertrauten Formalitäten.
Und werden eingelassen.
Wir fahren zu dem Office und zahlen unsere Gebühr.
Kurzer Smalltalk mit den Rangern und es geht los zum 2. CP
im Etosha der „HALALI“
Im Park angekommen laufen uns auch sofort Giraffen, Strauße
und andere Steaks vor den Auslöser. In Schleichfahrt kommen wir nur vorwärts.
Heike und Ludger genießen jeden Moment mit den Tieren und müssen jeden
Augenblick fotografisch festhalten. Roll mit den Augen. Aber wir waren beim
ersten Mal auch nicht anders drauf.
Über Funk geben wir den Beiden zu verstehen, dass sie alle
Zeit der Welt haben und wir schon vorfahren. Wir nicht ja wissen ob der nächste
CP frei ist oder ob wir heute Abend wieder raus aus dem Park müssen.
Wir haben Glück. Es ist genug frei, also zahlen und
reservieren wir für uns 4 schon mal einen freien Platz. Und wie es der Zufall
so will, fährt uns unser südafrikanisches Pärchen aus Botswana über die Füße.
Kurzer Smalltalk, woher, wohin, was ist passiert. Und ein unken, dass wir uns
in Swakopmund wiedersehen. Alte Brücke, der Einstiegscampingplatz für die große
Weite von Namibia.
2 Stunden später tauchen Heike und Ludger auf. Rote Wangen
vor Erregung. Sie haben unser vollstes Verständnis.
Wir bereiten uns einen Snack und beschließen uns eine
Auszeit am Pool zu gönnen.
Zum Sonnenuntergang begeben wir uns an das Wasserloch und werden
voll belohnt.
5 liebestolle Nashörner haben sich zu einem Stelldichein
getroffen. 2 Pärchen ziehen los und ein Bulle schaut doof in die Runde. Er
versucht noch das eine Weibchen von sich zu überzeugen aber er sieht schnell
ein, dass er heute Abend wohl leer ausgeht.
Wir gehen zurück zu den Autos und zum Abendessen gönnen wir uns
mal wieder etwas Gegrilltes, wir können ja wieder aus dem Vollen schöpfen, da
wir in Thumed ja wieder unsere Kühlschränke gefüllt haben. Ludger macht seinen
3. Haken auf seine Jacke.
Als wir fertig sind begeben wir uns erneut zu dem
Wasserloch, gähnende Leere. Erst verabschiedet sich Heike ins Bett, es ist
20:00 Uhr, dann Rudi.
Eine Stunde später machen sich Ludger und ich uns auf den
Weg.
Auf dem W zu den Autos begegnen uns noch ein paar
Honigdachse, die eifrig dabei sind die Mülltonnen der Touris umzuwerfen und
etwas Eßbares herauszufischen.
Beim Abendessen haben wir beschlossen auf den Rat eines
Rangers zu hören und morgen früh um 4 aufzustehen. Angeblich soll das die beste Zeit für Löwen sein…..
Thsumed
4.9.2015
Thsumed
Es war eine schrecklich laute Nacht, natürlich war die Kontrollstation auch in der Nacht
geöffnet.
Jeder LKW kam mit Getöse an. Jeder Gang wurde runter
geschaltet, und davon hat ein LKW ja genug, die Motorbremsung wird voll
ausgereizt. Dann noch gepaart mit den quietschenden Bremsen, ein Horror für die
Ohren.
Wir kriechen bei nur 10°C aus unseren Zelten, und nach dem
Genuss von gebratenen Eiern mit Speck war sogar noch für jeden eine heiße
Dusche drin.
150 km bis Thsumed, eine alte Bergbaustadt, in der Erze
abgebaut wurde und mittlerwele wieder wird.
Wir fahren Gravelroad, ständig wird die Fahrt durch Tore der
Farmer versperrt. Das heißt, aussteigen, Tor öffnen, Durchfahren, Tor
schließen. Auf Dauer eine sehr lästige Angelegenheit.
Aber warum kompliziert wenn es auch einfach geht….Da fahr
ich doch lieber auf dem Trittbrett mit
und brauche an den Gates immer nur abspringen. Juchei, was
für ein Vergnügen.
25 Km vor Thsumed ist die Straße dann wieder geteert, Und
plötzlich bekommt man sogar Heimatgefühle.
Wir fahren an Werners Werkstatt, und am Schützenverein
vorbei. Schilder zeigen uns wo es zu der Farm der Berg´s geht und in den
Kindergarten.
Als wir an einem großen Park ankommen, beschließen wir dort zu
parken und uns die Stadt mal zu Fuß an zu schauen. Auch hier finden wir Häuser
im wilhelminischen Baustil wieder.
Wir besuchen einen Hand-Craftladen und werden natürlich
wieder fündig.
Das deutsche Museum, das wir besuchen wollen, hat natürlich
ganz standesgemäß deutsch zwischen 12 und 2
Uhr geschlossen, Okay, dann die Zeit nutzen, Verpflegung einkaufen, Gasflasche füllen und tanken.
Zurück am Museum, werden wir auf Deutsch begrüßt. Die
Ausstellung zeigt Relikte aus der Schutztruppenzeit, dem 1. Weltkrieg und eine
Menge über die Einheimischen. Aber auch viel Interessantes über den dort
betriebenen Bergbau.
Als wir dort hinaustreten, sind wir sehr beeindruckt.
So, jetzt aber weiter, denn wir müssen um 17:00 Uhr im
Ethosa Park sein, sonst sind die Pforten zu.
Tja wie soll es anders sein, wir kommen um 16:45 an und die
gute Dame am Gate sagt:
Ihr kümmt hier net rein.bKeinen CP gebucht… Bei Dunkelheit
fahren, nein is nicht. Zum Glück hatte Sie eine Lösung parat.
100 Meter vor dem Ethosa Park ist eine Lodge, und die hat
auch Campingeinheiten.
Das Glück is halt mit den Doofen.
Wir fahren zurück zu besagter Lodge und erledigen die
Formalitäten.
Vor uns drei Sachsen, die wie wir auch noch eben in den Park
huschen wollten.
Sie waren etwas hektisch, für den Rezeptionisten wohl zu
hektisch. Denn das geht in Afrika gar nicht.
Der eine Sachse trommelt auf dem Tresen, der andere labert
auf den netten Mann hinter dem Tresen ein und der 3. begibt sich schon zum
Auto. Kaum sieht einer der beiden Verbliebenen welche Platznummern für sie und
uns reserviert sind stürzen sie auch schon los. Sehr zur Verärgerung des
Bediensteten.
Er wollte eben noch unsere Daten eingeben und uns dann
gemeinsam zu Platz führen, denn nach Einbruch der Dunkelheit geht kein Touri
mehr alleine los, wegen der Tiere.
Stinksauer stiefelt er vor unseren Autos her und sagt uns,
dass er die Sachsen jetzt erst mal von dem Platz jagt, uns beide Plätze gibt
und die 3 ans letzte Ende des Geländes verfrachtet
Persönlich werden wir zu einem riesigen Platz gebracht. Jedes
Auto bekommt eine im Halbkreis angelegte Hütte mit separatem Klo und Dusche und
einer Kochnische. Überdacht, mit Strom
und heißem Wasser. Auskosten, wer weiß wann es mal wieder welches gibt.
Es gibt Nudeln mit Tomaten-Thunfischsoße, was für Rudi keine
Mahlzeit ist. Dazu gibt’s Bier und Wein.
Mit Genuss essen wir unser Essen und hören mit Genuss wie
die Sachsen ihren langen Weg zur Lodge laufen müssen.
Noch lange, also für unsere Verhältnisse lange, sitzen wir
draußen und beobachten den Sternenhimmel und die Milchstraße, die aufgrund des
fehlenden Lichtes immer besser zu sehen ist.
So um 20:00Uhr ist Schicht. Denn 6:00 Uhr ist Aufstehen, da
wir um 8 Uhr am Gate um Einlass bitten wollen,
Halali.
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